Handgriff-Arten: Continental, Eastern und Western erklärt

Continental Grip – Der Allrounder im Netz

Hier geht’s sofort zum Kern: Der Continental Grip ist das Schweizer Taschenmesser unter den Tennisschlägern. Du hältst ihn, als würdest du einen Nagel in die Wand schlagen – fest, aber flexibel. Vorteil? Aufschlag, Slice, Volleys – alles läuft aus einer Hand. Nachteil? Weniger Spin bei Grundlinienschlägen, weil du nicht tief in die Oberfläche eindringst. Viele Profis starten damit, weil er das Gefühl für das Brett liefert, das du später brauchst, um die anderen Griffe zu meistern.

Eastern Grip – Der Mittelweg

Schau: Der Eastern Grip ist das „Goldilocks“ des Tennissports – nicht zu fest, nicht zu locker. Du drehst den Schläger, als würdest du einen Regenschirm öffnen, und das gibt dir genug Spin, um die Kugel zu kontrollieren, aber behält die Möglichkeit bei, schnelle Flachschläge zu erzeugen. Spieler, die sich zwischen Defensive und Aggression bewegen, fühlen sich hier sofort zu Hause. Der Trick liegt im kleinen Winkel zwischen Handfläche und Griff; je nach Situation drehst du ein Stück weiter nach Westen oder zurück nach Continental.

Western Grip – Der Topspin-Dealer

Jetzt kommt das Schwergewicht: Der Western Grip ist wie ein Rennwagen mit Turbolader – pure Power, wenn du den Ball triffst. Du greifst den Schläger so, als würdest du ein Messer anheben, und dadurch schneidest du in die Unterseite des Balls. Ergebnis: ein explosiver Topspin, der die Gegner bis zum Kopf zwingt. Die Kehrtwende: Der Ball fliegt höher, das Timing wird kritischer, und die Rückhand kann zur Schwäche werden, wenn du nicht genug Flexibilität in den Handgelenken hast. Für Aggressoren, die das Spiel dominieren wollen, ist das die einzige Option.

Wie du die Griffe kombinierst

Hör zu: Du musst nicht bei einem Griff bleiben. Auf dem Platz wechselst du zwischen Continental, Eastern und Western, je nach Situation. Auf dem Aufschlag nutzt du Continental, um den Slice zu variieren. Beim Return setzt du Eastern ein, um die Tiefe zu kontrollieren. Und beim Grundlinienspiel ziehst du den Western, um den Spin zu maximieren. Wenn du das spielerisch trainierst, wird das Umschalten zur zweiten Natur. Auf tennisspielstand.com gibt’s Drill‑Videos, die das zeigen.

Der sofortige Test

Hier ist der Deal: Greif dir deinen Schläger, stelle den Griff auf Eastern, schlag ein paar Grundschläge, dann dreh den Griff ein Stück weiter nach Westen und spür den Unterschied. Wenn du das nächste Mal im Training den Western Grip ausprobierst, achte auf die Ballflugbahn – sie sollte steiler steigen. Wenn das klappt, hast du gerade einen entscheidenden Baustein für mehr Spin und Aggressivität im Spiel. Probier jetzt den Western‑Grip im nächsten Training, steigere deinen Topspin um 15 %.